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Samstag, 23. September 2017
   
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Sammlungen

Die Wissenschaftliche Bibliothek der Anhaltischen Landesbücherei ist Regionalbibliothek Anhalts und hat historische Sammlungen, Nachlässe und Künstlerbücher in ihren Beständen.

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Regionalliteratur

Seit ihrer Gründung im Jahr 1922 war die Regionalliteratur, d. h. die Literatur aus und über Anhalt, ein wesentlicher Sammelschwerpunkt der Anhaltischen Landesbücherei. Dieser Tradition fühlt sich die Bibliothek bis heute verpflichtet.

Ein umfangreicher, systematisch aufgebauter Bestand über das historische Territorium Anhalt steht in der Wissenschaftlichen Bibliothek zur Ausleihe oder Lesesaalnutzung bereit und beinhaltet sowohl aktuelle als auch historische Werke zu anhaltischer Landes- und Ortsgeschichte, anhaltischen Persönlichkeiten, Rechts- und Wirtschaftsgeschichte, Kunst und Literatur, Schulwesen und anderem mehr.

Der Erschliessung dieser Literatur dient neben dem Bibliothekskatalog auch die in zweijährigem Rhythmus als Beilage zu den "Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde" erscheinende "Bibliographie zur Geschichte Anhalts".

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Sondersammlungen

Als Sondersammlungen werden drei historische Büchersammlungen der Anhaltischen Landesbücherei bezeichnet, die heute noch ca. 12.000 Bände umfassen.
In diesen Beständen befinden sich die ältesten und wertvollsten Bücher - u.a. mittelalterliche Handschriften und Inkunabeln.
Alle diese Bibliotheken gelangten in den 1920er Jahren in die Anhaltische Landesbücherei und erlitten im 2. Weltkrieg erhebliche Verluste.

Zu den Sondersammlungen gehören:

Die Herzogliche Behördenbibliothek
Die Behördenbibliothek entstand 1876-1878 durch die Zusammenführung verschiedener Sammlungen. Grundstock war der Bestand der "Haupt- und Landesbibliothek Bernburg", als deren Gründer Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) gilt.
Sie umfasst heute 1.894 Bände mit 2.313 Titeln aus dem 15.Jahrhundert (3%), dem 16. Jahrhundert (18%), dem 17.Jahrhundert (46%), dem 18.Jahrhundert (17%) und dem 19.Jahrhundert (5%). Undatiert sind 5% des Bestandes.
Zur Sammlung gehören außerdem 191 Handschriften.
Erschlossen ist die Sammlung über einen gedruckten systematischen Katalog von 1896.

Die 1820 gegründete Herzogliche Hofbibliothek
In der Hofbibliothek sind die Privatsammlungen von Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618), seiner Tochter Katharina (1613-1679), Fürst Leopold (1676-1747) durch August von Rode (1751-1837) vereint und 1820 eröffnet worden.
Sie enthielt auch die Bibliothek des Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorf (1736-1800) sowie Werke aus den Sammlungen der Hauptschule und des Philanthropinums und aus Privathand.
Die Hofbibliothek umfasst heute 10.687 gedruckte bibliographische Einheiten und 38 Handschriften.
Im Jahre 1898 übernahm die Hofbibliothek die Sammlung des preußischen Diplomaten Hermann von Thile (1812-1898) mit 2.820 gedruckten erhaltenen Bänden und 11 Handschriften, die heute als geschlossene Sammlung gesondert aufgestellt ist.
Diese Sammlungen sind bereits elektronisch erschlossen und ihre Bestände sind im Göttinger Bibliotheksverbund verzeichnet.

Die Bibliothek des Fürsten Georg III., die sog. Fürst-Georg-Bibliothek
Fürst Georg III. von Anhalt-Dessau (1507-1553), Domprobst in Magdeburg, ab 1545 Bischof in Merseburg, ein Freund Luthers und Melanchthons, war der wichtigste Sammler für die später nach ihm benannte Bibliothek, die seit Ende des 16. Jahrhundert nicht mehr vermehrt wurde und seit 1927 zur Anhaltischen Landesbücherei Dessau gehört.
Sie umfasst heute 453 Bände mit 1.710 gedruckten Titeln. Hinzu kommen 237 Handschriften. Die Fürst-Georg-Bibliothek ist eine geschlossene fürstliche Büchersammlung von besonderer Bedeutung und hat im Wesentlichen den Charakter einer Gelehrtenbibliothek des 16. Jahrhunderts. Schwerpunkt ist die Theologie.
Besonders zu erwähnen sind Sammelbände mit Luther-Werken, Schriften anderer Reformatoren und antireformatorischer Polemiker. Kostbare Einbände und bibliophile Ausstattungen bieten auch auf diesem Gebiet Einblick in die Handwerkskunst der Zeit.
Erschlossen wird der Bestand durch einen handschriftlichen Zettelkatalog aus den 20er Jahren, der jedoch die in den Sammelbänden jeweils angebundenen Werke nicht alle verzeichnet.
Ab 23. Oktober sind nun auch die ersten eigenen Digitalisate aus den historischen Sondersammlungen der Wissenschaftlichen Bibliothek auf der Bibliothekswebsite zu sehen.Digitalisate, die die vielfach einmaligen Bestände dauerhaft für die Nachwelt sichern sollen.Gleichzeitig stehen damit für die Kunden viele Ressourcen zur Verfügung, die zeit- und ortsunabhängig genutzt und digital unter Beachtung entsprechender Regelungen weiterverarbeitet werden können.

Digitalisate
Von den heute noch vorhandenen 80 Handschriften aus der Reformationszeit wurden in einem ersten Schritt am 23. Oktober 2014 insgesamt 23 Handschriften als Digitalisate im PDF-Format online zur Verfügung gestellt. Sie können die Digitalisate natürlich auch über die Mediensuche suchen.

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Nachlässe

Die Anhaltische Landesbücherei erwarb in den ersten Jahren ihres Bestehens gezielt Nachlässe von Personen oder Institutionen, die für Anhalt eine besondere Bedeutung hatten. Heute sind folgende Nachlässe vorhanden:

  • der Nachlaß des Komponisten und Dessauer Hofkapellmeisters Friedrich Schneider (1786-1853)
  • die Nachlässe der Dichter Wilhelm Müller (1794-1827), Friedrich Matthisson (1761-1831) und Hermann Conradi (1862-1890)
  • der Nachlass des Dessauer Philanthropins, der pädagogischen Musteranstalt der Aufklärung (1774-1793)
  • als Dauerleihgabe der Nachlass des Schriftstellers Werner Steinberg (1913-1992).
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Die Sammlung "Künstlerbücher" in der Anhaltischen Landesbücherei Dessau

Vor dem Hintergrund der historischen Sammlungen der Anhaltischen Landesbücherei, die nicht nur bedeutende Textsammlungen aus allen Epochen umfasst, sondern auch bedeutende Werke der Buchkunst, wurde 1992 begonnen, eine Sammlung von Künstlerbüchern aufzubauen, die den Bogen von mittelalterlicher Buchkunst zur Moderne schließt. Schwerpunkt der Erwerbung der ersten Jahre waren Künstlerbücher der DDR und der Wendezeit und solche Titel, die dem Sammelschwerpunkt der Bibliothek - Literatur aus und über Anhalt - entspricht.
Seit 1997 entsteht im Auftrag des Kultusministeriums eine "Landessammlung Künstlerbücher".

Die Anhaltische Landesbücherei hat enge Kontakte zu Künstlern, Agenturen und Verlagen aufgebaut, sammelt Angebote, prüft nach den Kriterien "Buchkunst", "Arbeiten von Künstlern aus Sachsen-Anhalt" oder "Bezug zum Land", "künstlerische Qualität" und "Bezug zur schon vorhandenen Sammlung" und empfiehlt dem Kultusministerium den Ankauf. Punktuell werden auch wichtige buchkünstlerische Arbeiten aus anderen Bundesländern zum Kauf empfohlen.
In der Regel werden auch Kataloge zum Schaffen der einzelnen Künstler erworben, die einen Einblick in künstlerisches Gesamtschaffen ermöglichen.
So ist eine Landesammlung entstanden, die Auskunft über das künstlerische Schaffen in diesem Teilbereich in unserem Bundesland gibt.
Mit Zustimmung des Landes wurden die Exponate in zahlreichen Ausstellungen gezeigt; sie wurden sowohl in einer Ausstellung in den Räumen der Anhaltischen Landesbücherei vorgestellt, als auch in einer repräsentativen Ausstellung des Anhaltischen Kunstvereins in der Anhaltischen Gemäldegalerie (2002).

Ausgewählte Neuerwerbungen werden darüber hinaus jährlich in der Wissenschaftlichen Bibliothek präsentiert. Auch Leihgaben für Ausstellungen anderer sind jederzeit möglich. Die Exponate der Sammlung stehen darüber hinaus für alle Interessierten zur Einsicht im Lesesaal bereit. Sie sind im Göttinger Bibliotheksverbund recherchierbar.

 Hier eine Auswahl zur Ansicht:
 Künstlerbücher 2007
 Künstlerbücher 2008
 Künstlerbücher 2009
 Künstlerbücher 2010
 Künstlerbücher 2011
 Künstlerbücher 2012
 Künstlerbücher 2013
 Künstlerbücher 2014
Künstlerbucher-2015

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